29. Internationale Jännerrallye

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News/Presse

Samstag, 07. Januar 2012 11:02 Uhr Alter: 132 Tage

Zwei Dreher stellten das Klassement auf den Kopf

 

Juho Hänninen, der bisherige Dominator bei der Jänner-Rallye 2012, leistete sich einen Dreher und verlor die Gesamtführung / Weil auch Raimund Baumschlager ausrutschte, nutzte Jan Kopecky die Gunst der Stunde

Mit der Euphorie des Vortags („Ich bin rundum zufrieden mit meinem zweiten Platz“) startete Raimund Baumschlager am Samstag in die zweite Etappe der 29. Internationalen Jänner-Rallye 2012. Und der Oberösterreicher landete gleich in morgendliches Erfolgserlebnis – Bestzeit auf SP 11, zwar nur eine Sekunde vor dem Gesamtführenden Juho Hänninen, aber zusätzliche Nahrung für die Motivation. Die sich auch Beppo Harrach holen konnte, indem er dank einer beherzten Fahrt  Vaclav Pech vom vierten Platz in der Gesamtwertung verdrängen konnte. Und als wär das nicht genug, erlebte die rotweißrote Glückseligkeit sogar noch einen Draufschlag, der jedoch nicht lange schmecken sollte. In der 12.Sonderprüfung leistete sich der bislang so souveräne Gesamtleader Juho Hänninen einen Dreher, verlor dadurch 50 Sekunden und  die Führung an Baumschlager. Nur eine SP später riskierte Baumschlager auf dem Rundkurs Königswiesen zu viel und kopierte den Ausrutscher des Finnen praktisch eins zu eins. „Ärgerlich“, meinte der Pechvogel, „aber die Strecken sind mörderisch glatt.“ Das Missgeschick nutzte Hänninens Skoda-Werksteam-Kollege Jan Kopecky aus, um sich nach 13 von insgesamt 18 Sonderprüfungen mit 2,4 Sekunden Vorsprung auf Baumschlager an die Spitze zu setzen. Womit das das Skoda-Glück (drei Autos in Führung) seine momentane Fortsetzung findet. Realistisch betrachtet haben noch fünf Piloten die Chance, den EM-Lauf im Mühlviertel zu gewinnen.

Ein emotionale Berg- und Talfahrt durchlebte auch Manfred Stohl. Gleich in der ersten SP des zweiten Tages ging ihm kurz die Straße aus, was wertvolle 20 Sekunden kostete. Doch auf dem Rundkurs Königswiesen steuerte er seinen Erdgas-Mitsubishi auf den zweiten Platz. Damit konnte er sich den immer näher kommenden Peugeot-S2000-Piloten Pavel Valousek vom Leib und Platz sechs in der Gesamtwertung halten.

Nicht mehr dabei ist Patrick Winter. Der Oberösterreicher, der in der 2WD-Wertung punkten wollte, wurde wegen eines Fehlverhaltens am Start der SP 10 von der Rallyeleitung ausgeschlossen.


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